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Ischias

Ischias Behandlung in München — wenn der Schmerz bis in den Fuß zieht

Dieser Schmerz ist unverwechselbar: Er beginnt im unteren Rücken, zieht durch das Gesäß und setzt sich das Bein hinunter fort — manchmal bis in die Wade, manchmal bis in die Fußsohle. Manche Patienten beschreiben ihn als elektrischen Schlag, andere als brennendes Ziehen oder als dumpfes Taubheitsgefühl, das das Bein schwer und schwach werden lässt. Wieder andere bemerken ein Kribbeln, als ob das Bein eingeschlafen wäre — und es wird einfach nicht wieder wach. Wenn Ihnen das bekannt vorkommt, sprechen wir über Ischias. Und Sie sind damit in München nicht allein.

Wie erkenne ich Ischias?

Ischias ist kein Rückenschmerz im klassischen Sinne — das Unterscheidungsmerkmal ist die Ausstrahlung. Der Ischiasnerv ist der längste Nerv im menschlichen Körper. Er entspringt aus mehreren Nervenwurzeln in der Lendenwirbelsäule, verläuft durch das Gesäß und zieht die Rückseite des Beins entlang bis in den Fuß. Wird er gereizt oder komprimiert, spüren Sie das genau entlang dieses Verlaufs.

Typische Zeichen, die auf Ischias hinweisen:

  • Schmerzen, die von der Lendenwirbelsäule oder dem Gesäß ins Bein ausstrahlen, meist einseitig

  • Kribbeln, Taubheitsgefühl oder Schwäche im Bein oder Fuß

  • Schmerzen, die beim Sitzen zunehmen und beim Gehen manchmal nachlassen

  • Schmerzverstärkung beim Husten, Niesen oder beim Aufstehen

  • Das Gefühl, das Bein nicht mehr richtig kontrollieren zu können

 

Wann sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen?

Wenn Sie neben den Beinschmerzen plötzlich Probleme beim Wasserlassen oder Stuhlgang bemerken, wenn das Taubheitsgefühl im Schritt oder im Genitalbereich auftritt, oder wenn beide Beine gleichzeitig betroffen sind — dann handelt es sich möglicherweise um ein Cauda-equina-Syndrom, einen medizinischen Notfall. Suchen Sie in diesem Fall sofort eine Notaufnahme auf.

Was tun bei Ischias — sofort

Rufen Sie Ihren Chiropraktor an, wenn Sie glauben, an Ischias zu leiden; es ist am besten, sich von einem Profi untersuchen und behandeln zu lassen. Bis zu Ihrem Termin gibt es Dinge, die Sie schon heute tun können, um Linderung zu verschaffen. Hier erfahren Sie, was tatsächlich hilft und was Sie vermeiden sollten.

Was kurzfristig helfen kann:

  • Wärme auf den unteren Rücken und das Gesäß — Wärme entspannt die Muskulatur rund um den Nerv und kann den Druck lindern. Ein Wärmepflaster oder eine Wärmflasche auf dem Piriformis-Bereich ist für viele Patienten eine sofortige Erleichterung. Wichtiger Hinweis: 20 Minuten reichen aus. Vermeiden Sie übermäßige, intensive oder sehr heiße Anwendungen, da diese die Entzündung verschlimmern und nach dem Abklingen der Wärme zu stärkeren Schmerzen führen können.

  • Die 90/90-Position: Legen Sie sich auf den Rücken und legen Sie beide Beine im rechten Winkel auf einen Stuhl oder eine Couch. Diese Position entlastet die Lendenwirbelsäule und reduziert den Druck auf die Nervenwurzeln.

  • Sanfte Ischias-Dehnung: Im Liegen das betroffene Bein anwinkeln, den Knöchel auf das Knie des anderen Beins legen und beide Beine leicht zur Brust ziehen — dieser sogenannte „Piriformis-Stretch" ist bei vielen Betroffenen die erste wirksame Selbsthilfe.

  • Weiterbewegen, aber dosiert: Absolute Bettruhe verlängert Ischiasschmerzen in den meisten Fällen. Kurze, langsame Spaziergänge sind deutlich besser als stundenlanger Liegestuhl.

 

Was häufig weniger hilft als erwartet:

Schmerzmittel helfen bei Nervenschmerzen in der Regel nicht, es sei denn, es liegt eine Entzündung vor. TENS-Geräte (Stromtherapie) und spezielle Kissen können das Leben mit Ischiaserkrankungen erträglicher machen – sie beheben jedoch nicht die Ursache der Kompression oder Nervenreizung. Vermeiden Sie die längere Anwendung von Massagegeräten, da diese das Gewebe um den Nerv herum verletzen und ihn noch schmerzempfindlicher machen können. Starke, übermäßige Hitze kann ebenfalls Rebound-Schmerzen verursachen, insbesondere bei Vorliegen einer Entzündung. Wenn die Schmerzen länger als zwei bis drei Wochen anhalten oder sich verschlimmern, ist eine fachärztliche Untersuchung der nächste Schritt.

Was steckt hinter Ischias?

Die Reizung muss irgendwo ihren Ursprung haben. Diese Ursache zu finden und die richtige Diagnose zu stellen, ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Behandlung. Da es sich um den längsten Nerv des Körpers handelt, gibt es viele Stellen, an denen er eingeklemmt oder gereizt werden kann, und daher gibt es viele Ursachen für Ischias, doch die häufigsten Auslöser sind:

Bandscheibenvorfall — Eine bulging, Prolapse oder gerissene Bandscheibe in der Lendenwirbelsäule kann direkt auf eine der Nervenwurzeln drücken, aus denen sich der Ischiasnerv zusammensetzt. Dies ist die häufigste strukturelle Ursache bei Menschen unter 50 Jahren und lässt sich oft deutlich im MRT erkennen [1].

 

Blockierung der Lendenwirbelsäule — Wenn einzelne Wirbel ihre normale Beweglichkeit verlieren, entsteht Druck auf angrenzende Strukturen. Dies ist oft der Fall bei sitzenden Berufen, einseitiger Belastung oder nach Verletzungen.


Piriformis-Syndrom — Der Piriformis-Muskel liegt tief im Gesäß, direkt neben dem Ischiasnerv. Wenn dieser Muskel verkrampft oder entzündet ist, kann er den Nerv einengen — ein Zusammenhang, der in der klassischen Orthopädie häufig übersehen wird. Ischiasschmerzen ohne klaren Befund im MRT sind oft auf den Piriformis zurückzuführen.

 

Iliosakralgelenk-Blockierung — Das Gelenk zwischen Kreuzbein und Becken (ISG) kann Schmerzen erzeugen, die sich wie Ischias anfühlen und ins Bein ausstrahlen.

Spinalstenose — Eine Verengung des Wirbelkanals, die den Platz für die Nervenwurzeln einschränkt; tritt häufiger bei Menschen über 60 Jahren auf. Es kann viele Ursachen für diese Verengung geben, die nur durch bildgebende Verfahren (MRT) eindeutig diagnostiziert werden können; aufgrund dieser Verengung kommt es jedoch häufig zu einer gleichzeitigen Kompression der umliegenden Strukturen, wie beispielsweise der Nervenwurzeln, aus denen der Ischiasnerv besteht.

Spondylolisthesis – Eine Verschiebung eines oder mehrerer Wirbel, die zu einer Verengung des Wirbelkanals führt. Die meisten Menschen wissen, dass sie an dieser Erkrankung leiden, da sie bereits Schmerzen hatten und entsprechende bildgebende Untersuchungen durchgeführt wurden; orthopädische Tests in der Praxis können jedoch helfen, festzustellen, ob dies die Ursache für Ischiasschmerzen ist.

Zu den häufigsten Ursachen zählen sitzende Tätigkeiten, Übergewicht, Bewegungsmangel, Belastungen durch Sport oder alltägliche Aktivitäten sowie Stress, der zu einer Verspannung der Rückenmuskulatur führt. Manchmal ist es eine Kombination verschiedener Faktoren, die zu einer Reizung des Ischiasnervs führen kann. 

Wie behandelt ein Chiropraktiker Ischias in München?

Bevor irgendetwas behandelt wird, wird untersucht. In unserer Praxis beginnt jede Ischias-Behandlung mit einer gründlichen Befunderhebung: Wo genau liegt die Reizquelle? Ist es eine Wirbelblockierung, eine Bandscheibe, das Iliosakralgelenk oder ein verkürzter Piriformis-Muskel? Das bestimmt alles, was danach kommt.

Chiropraktische Behandlung bei Ischias ist keine Einheitslösung. Je nach Befund kombinieren wir:

Gezielte chiropraktische Justierungen — Um Blockierungen in der Lendenwirbelsäule und im Iliosakralgelenk zu lösen und die normale Beweglichkeit wiederherzustellen. Wenn ein Wirbel die Nervenwurzel komprimiert, ist das die direkteste Intervention.

Weichteiltherapie am Piriformis — Wenn der Piriformis-Muskel der Schuldige ist, arbeiten wir gezielt an diesem Muskel — mit manuellen Techniken und spezifischen Dehnungen, die diesen tiefen Muskel tatsächlich erreichen.

 

DNS (Dynamische Neuromuskuläre Stabilisierung) oder eine andere Bewegungstherapie  — Ein Rehabilitationsansatz, der darauf abzielt, die stabilisierende Muskulatur der Lendenwirbelsäule neu zu aktivieren. Gerade bei chronischen Ischiasschmerzen hilft DNS, Rückfälle zu verhindern, indem die Ursache auf motorischer Ebene adressiert wird.

 

Ischias-Nerv-Mobilisation (nerve flossing) — Sanfte Techniken, die den Nerv durch seinen Verlauf „durchgleiten" lassen und Verklebungen lösen, die den Schmerz aufrechterhalten.

 

Viele Patienten bemerken bereits nach der ersten oder zweiten Sitzung eine deutliche Linderung der in die Beine ausstrahlenden Schmerzen, doch aufgrund der hohen Rückfallquote ist es üblich, eine Behandlungsserie von 4 bis 6 Sitzungen durchzuführen. Das Ziel ist nicht nur die Schmerzlinderung – es geht darum, sicherzustellen, dass die Ischialgie nicht immer wieder auftritt.

Wann zum Chiropraktiker bei Ischias in München?

So früh wie möglich — das ist die direkte Antwort. Ischiasschmerzen, die unbehandelt bleiben, neigen dazu, chronisch zu werden. Was mit gelegentlichem Ziehen im Bein beginnt, kann sich über Wochen in eine dauerhafte Nervensensibilisierung verwandeln, die deutlich schwieriger zu behandeln ist.

Sie brauchen keine Überweisung für einen Termin in unserer Praxis. Sie müssen nicht erst zum Hausarzt, nicht zum Orthopäden, nicht durch ein Überweisungssystem. Sie können direkt einen Termin vereinbaren — wir bieten auch kurzfristige Termine an, weil wir wissen, dass Ischiasschmerzen nicht warten.

 

Suchen Sie einen Arzt auf oder begeben Sie sich ins Krankenhaus, wenn Sie Folgendes bemerken:​

  • Sie Taubheit oder Schwäche im Bein bemerken, die zunimmt (Unfähigkeit, den Fuß anzuheben, oder „Fallfuß“)

  • Sie Probleme mit der Blasen- oder Darmkontrolle entwickeln

  • Die Schmerzen trotz Behandlung nach 6–8 Wochen nicht besser werden

  • Sie einen schweren Unfall oder Sturz hatten

Ein MRT kann sinnvoll sein, um die Ursache genauer einzugrenzen — ist aber für den Beginn einer chiropraktischen Behandlung in den meisten Fällen keine Voraussetzung.

Eine MRT kann hilfreich sein, um eine Bandscheibenbeteiligung festzustellen – in den meisten Fällen ist sie jedoch vor Beginn einer chiropraktischen Behandlung nicht erforderlich. Wenn nach 6–8 Wochen konservativer Behandlung keine Besserung eintritt, ist die Durchführung einer Bildgebung (MRT) die standardmäßige, evidenzbasierte Vorgehensweise.

Häufige Fragen zu Ischias (FAQ)

Wie lange dauert es, bis Ischias weg ist? Das hängt stark von der Ursache und davon ab, wie lange die Beschwerden schon bestehen. Akute Ischiasepisoden — ausgelöst durch eine Blockierung oder einen leichten Bandscheibenprolaps — können sich mit gezielter Behandlung innerhalb weniger Wochen deutlich bessern. Chronischer Ischias, der schon Monate anhält, braucht in der Regel länger. Was nahezu immer gilt: Ohne Behandlung der Ursache verschwinden die Beschwerden selten dauerhaft.

Wie erkenne ich, ob ich Ischias habe oder etwas anderes? Das wichtigste Merkmal ist die Ausstrahlung ins Bein. Reine Rückenschmerzen ohne Beinbeteiligung sind in der Regel kein Ischias. Wenn Sie jedoch ein Ziehen, Brennen, Kribbeln oder Taubheitsgefühl entlang der Rückseite des Beins spüren — besonders wenn es einseitig ist — dann ist Ischias eine wahrscheinliche Ursache. Ischias und Hexenschuss (Lumbago) werden oft verwechselt: Beim Hexenschuss strahlt der Schmerz typischerweise nicht ins Bein aus.

Welcher Arzt hilft bei Ischias-Problemen? Orthopäden, Neurologen und Chiropraktiker behandeln alle Ischias — mit unterschiedlichen Ansätzen. Orthopäden konzentrieren sich häufig auf Bildgebung und medikamentöse Therapie. Chiropraktiker arbeiten direkt an der mechanischen Ursache: Blockierungen, Muskelverspannungen und Bewegungseinschränkungen. Bei anhaltenden oder schweren Symptomen kann ein interdisziplinärer Ansatz sinnvoll sein.

 

Was verschlimmert Ischias? Langes Sitzen auf harten Flächen, vorgebeugtes Sitzen am Schreibtisch, langes Autofahren und das Tragen im Portemonnaie in der Gesäßtasche (Piriformis-Kompression) sind häufige Auslöser für Schübe. Auch Stress, der die Rückenmuskulatur anspannt, kann Ischiasschmerzen verstärken.

 

Welches Vitamin fehlt bei Ischiasschmerzen? Ein Mangel an Vitamin B12 kann die Nervenfunktion beeinträchtigen und Symptome erzeugen, die Ischias ähneln oder verstärken. Auch Vitamin D spielt eine Rolle für die Muskel- und Nervenfunktion. Ein Blutbild beim Hausarzt kann hier Aufschluss geben — diese Faktoren ergänzen aber eine strukturelle Behandlung, ersetzen sie nicht.

Kann Ischias auf die Blase drücken? Ja — wenn der Druck auf die Nervenwurzeln sehr stark ist oder mehrere Nervenwurzeln betroffen sind, kann dies auch die Blasen- oder Darmfunktion beeinflussen. Das ist ein ernstes Zeichen, das sofortige medizinische Abklärung erfordert (Cauda-equina-Syndrom).

Ist Ischias im MRT sichtbar? Ein Bandscheibenvorfall, der den Ischiasnerv komprimiert, ist im MRT gut sichtbar. Ein Piriformis-Syndrom oder eine reine Wirbelblockierung hingegen zeigt im MRT oft keinen pathologischen Befund — was aber nicht bedeutet, dass keine Ursache vorhanden ist. Viele Patienten mit negativem MRT haben trotzdem eine behandelbare Ursache für ihre Ischiasschmerzen.

Finden Sie heraus, welcher Therapeut zu Ihnen passt:

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Haben Sie einen eingeklemmten Ischiasnerv? Wir helfen Ihnen — kurzfristig, ohne Überweisung, direkt in München-Bogenhausen.

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