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Kopfschmerzen und Migräne

Sie kennen das. Der Kopfschmerz setzt hinter dem Nacken an, breitet sich nach oben aus — und irgendwann ist der Tag gelaufen. Oder es ist Migräne: Licht stört, Lärm stört, alles stört. Viele Menschen in München greifen zu Ibuprofen und warten ab. Aber wenn Kopfschmerzen regelmäßig wiederkehren, ist das ein Hinweis, dass etwas Mechanisches dahintersteckt — oft im Bereich der Halswirbelsäule. Und das lässt sich behandeln. In unserer Praxis in München-Bogenhausen, ohne Überweisung, mit kurzfristigen Terminen.

Kopfschmerz ist nicht gleich Kopfschmerz — die wichtigsten Typen

Die häufigste Frage, die wir hören: „Habe ich eine Migräne oder einfach starke Kopfschmerzen?" Der Unterschied ist klinisch relevant — weil er bestimmt, was hilft.

Zervikogener Kopfschmerz — der, bei dem wir am meisten ausrichten können

Zervikogener Kopfschmerzen entstehen in der Halswirbelsäule. Blockierte Gelenke, verspannte Muskulatur oder gereizte Nerven im Bereich C1–C3 schicken Schmerzsignale in den Kopf — typischerweise einseitig, beginnend am Hinterkopf, oft in die Schläfe oder hinter das Auge strahlend. Bewegung des Nackens verändert die Beschwerden. Das ist das entscheidende Merkmal.

Zervikogene Kopfschmerzen sprechen hervorragend auf manuelle Therapie und Spinalmanipulation an. Das ist keine Behauptung — das ist Studienlage.

Spannungskopfschmerz

Der häufigste Kopfschmerztyp überhaupt — ein dumpfer, beidseitiger Druck, oft wie ein Helm oder Schraubstock. Häufige Ursachen sind Muskelverspannungen im Nacken- und Schulterbereich, schlechte Sitzhaltung, Stress und zu wenig Schlaf. Die mechanische Komponente macht Spannungskopfschmerzen zu einem guten Kandidaten für chiropraktische Behandlung.

Migräne

Migräne ist eine neurologische Erkrankung — keine gewöhnliche Kopfschmerzform. Sie verläuft in Phasen (Prodromal, ggf. Aura, Kopfschmerzphase, Postdromal), dauert 4 bis 72 Stunden, ist oft einseitig, pulsierend, wird durch körperliche Aktivität verstärkt und geht häufig mit Übelkeit, Licht- und Lärmempfindlichkeit einher.

Kann ein Chiropraktor bei Migräne helfen? Ja — aber mit einer wichtigen Einschränkung: Nicht bei jedem Migrä­netyp in gleicher Weise. Wo Migräne eine zervikale Komponente hat — und das ist häufiger der Fall als viele denken — kann chiropraktische Behandlung sowohl Häufigkeit als auch Intensität der Attacken reduzieren.

Cluster-Kopfschmerz

Sehr seltener, extrem starker, einseitiger Kopfschmerz rund ums Auge, oft mit tränenden Augen und laufender Nase. Cluster-Kopfschmerzen sind nicht dasselbe wie Migräne. Sie haben eine andere neurologische Ursache und sprechen auf andere Therapieansätze an. Chiropraktik spielt hier eine untergeordnete Rolle — wir sagen das offen.

Föhn-Kopfschmerzen in München — ein lokales Phänomen mit echter Physiologie

Wenn der Föhn über die Alpen kommt, wissen Münchnerinnen und Münchner, was als nächstes passiert. Föhnkopfschmerzen sind keine Einbildung. Barometrische Druckveränderungen und elektrostatische Veränderungen in der Luft können bei empfindlichen Personen die Migräne- und Kopfschmerzschwelle senken — das trigemino-vaskuläre System reagiert auf Wetterreize, insbesondere wenn es bereits sensibilisiert ist. Chiropraktik kann das Wetter nicht ändern. Aber sie kann die biomechanische Grundlage verbessern — Beweglichkeit der HWS, Muskeltonus, neuromuskuläre Kontrolle — sodass die Schwelle, ab der ein Föhn einen Kopfschmerz auslöst, höher liegt. Viele unserer Patientinnen und Patienten in München berichten genau das.

Wie erkenne ich, dass mein Kopfschmerz von der Halswirbelsäule kommt?

Das ist die entscheidende Frage. Und sie lässt sich klinisch beantworten.

Typische Zeichen eines zervikogenen Kopfschmerzes:

  • Beginn am Hinterkopf oder oberen Nacken, Ausbreitung in Schläfe, Stirn oder hinter das Auge

  • Einseitig — immer auf derselben Seite

  • Verändert sich, wenn der Nacken bewegt, gedrückt oder in bestimmte Positionen gebracht wird

  • Tritt nach längerem Sitzen, Autofahren, Schreiben am PC auf

  • Begleitet von Nackenschmerzen oder eingeschränkter Kopfbeweglichkeit

  • Morgendliche Kopfschmerzen nach Schlaf in ungünstiger Position

 

Was auf Migräne hindeutet:

  • Pulsierender, einseitiger Schmerz mittlerer bis starker Intensität

  • Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Lärmempfindlichkeit

  • Verschlimmerung bei körperlicher Aktivität

  • Ggf. Aura (Sehstörungen, Kribbeln, Sprachstörungen vor dem Kopfschmerz)

  • Attackendauer von 4 bis 72 Stunden

 

Kann ich beides gleichzeitig haben?

Ja. Zervikogene Trigger können Migräneattacken auslösen oder verstärken. Das ist klinisch gut dokumentiert und einer der Gründe, warum Migränepatienten von einer Behandlung der HWS profitieren können — auch wenn die Migräne selbst eine neurologische Erkrankung ist.

 

Warnzeichen — wann sofort zum Arzt:

  • Plötzlicher, extrem starker Kopfschmerz, der sich wie ein „Donnerschlag" anfühlt (Subarachnoidalblutung — Notfall)

  • Kopfschmerzen mit Fieber, Nackensteifigkeit, Lichtscheu (Verdacht auf Meningitis — Notfall)

  • Kopfschmerzen nach Kopfverletzung oder Sturz

  • Erstmals auftretende Kopfschmerzen nach dem 50. Lebensjahr

  • Kopfschmerzen mit neurologischen Ausfällen (Sehverlust, Lähmung, Sprachstörung)

  • Kopfschmerzen, die im Liegen schlechter werden oder den Schlaf unterbrechen (Hirndruck-Verdacht)

Bei diesen Zeichen ist sofortige ärztliche Abklärung erforderlich — kein Chiropraktortermin.

Was tun bei Kopfschmerzen — sofort

Was kurzfristig helfen kann:

  • Ibuprofen oder Paracetamol in der empfohlenen Dosierung können akute Schmerzen dämpfen — sie behandeln keine Ursache

  • Wasser trinken: Dehydration ist ein häufig unterschätzter Auslöser, besonders bei Migräne

  • Kühlung im Nackenbereich bei spannungsbedingten Kopfschmerzen

  • Wärme im Schulterbereich bei Schmerzen, die von den Schultern ausstrahlen (20 Minuten reichen aus, dann mach eine Pause)

  • Dunkler, ruhiger Raum bei Migräne — Reizreduktion ist keine Selbstverwöhnung, sondern Physiologie

  • Sanfte Mobilisation des Nackens (langsame Drehbewegungen) wenn der Schmerz zervikalen Ursprungs ist

 

Was bei Migräne nicht hilft:

  • Koffein als Notlösung funktioniert kurzfristig, kann aber bei Übergebrauch den Kopfschmerz-Teufelskreis verstärken

  • Zu viele Schmerzmittel — Medikamenten-Übergebrauch-Kopfschmerz ist eine reale, gut dokumentierte Komplikation bei mehr als 10–15 Einnahmetagen pro Monat

 

Was keiner tut, aber sollte: Ein Kopfschmerz-Tagebuch führen. Wann tritt er auf? Wo? Wie lange? Was geht voraus? Welcher Trigger? Wetter, Essen, Schlaf, Periode, Bildschirmzeit? Dieses Muster ist diagnostisches Gold — für den Hausarzt, den Neurologen und für uns.

Was steckt hinter wiederkehrenden Kopfschmerzen?

Kopfschmerzen entstehen nicht im Kopf allein. Das klingt banal — es ist es nicht.

Die Rolle der Halswirbelsäule

Die oberen drei Zervikalsegmente (C1, C2, C3) teilen sich beim Eintritt ins Rückenmark einen Kernbereich mit dem Trigeminus-Nerv — dem Hauptnerv für Gesichts- und Kopfschmerzen. Dieses Convergence-Modell erklärt, warum Reize aus dem Nacken als Kopfschmerz wahrgenommen werden können. Blockierte Facettengelenke, verspannte subokzipitale Muskulatur, Dysfunktionen des kraniozervikalen Übergangs — all das kann wiederholt Schmerzsignale in den Kopf schicken.

Haltung und Bildschirmarbeit

Stundenlange Bildschirmarbeit mit vorgebeugtem Kopf (Forward Head Posture) erzeugt eine enorme Hebelwirkung auf die Halswirbelsäule. Für jeden Zentimeter, den der Kopf nach vorne wandert, nimmt die effektive Last auf die Halswirbelsäule um mehrere Kilogramm zu. Die subokzipitale Muskulatur — die kleinen Muskeln zwischen Schädelbase und oberer HWS — steht unter Dauerspannung. Das ist einer der häufigsten mechanischen Auslöser für Kopfschmerzen, die wir sehen.

Schlafposition

Hinterkopf-Kopfschmerzen morgens nach dem Aufstehen? Ein zu hoher Nackenbereich, schlechte Kissen oder Seitenlage mit verdrilltem Nacken können die subokzipitale Region die ganze Nacht unter Zug setzen.

Stress, Hormone, Wetterwechsel

Diese Faktoren senken die individuelle Schmerzschwelle. Sie sind selten die alleinige Ursache, aber häufig der Auslöser, der ein bereits sensibilisiertes System über die Grenze kippt. Eine Behandlung, die das System stabilisiert, macht diese Trigger weniger wirksam.

Die Rolle des Kiefers bei Kopfschmerzen

Stress, Schlafhygiene und eine Fehlstellung des Bisses – all diese Faktoren können bei der Verspannung der Kiefermuskulatur eine Rolle spielen. Viele Patienten bringen eine gewisse Kieferverspannung mit ihren Kopfschmerzen in Verbindung – insbesondere mit solchen, die in den Morgenstunden oder am Ende eines stressigen Arbeitstages stärker ausgeprägt sind.

Wie behandelt ein Chiropraktor Kopfschmerzen in München?

Im American Chiropractic Haus behandeln wir bis zu 50 Patienten pro Woche mit zervikogenen Kopfschmerzen, Migräne und Nackenbeschwerden. In unserer Praxis bleiben wir stets auf dem neuesten Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse und Behandlungsprotokolle. Unsere Chiropraktoren haben die aktuellsten Forschungsergebnisse für Sie studiert – damit Sie es nicht tun müssen. Erfahren Sie hier, was eine chiropraktische Behandlung bei Kopfschmerzen bewirken kann und was die Forschung tatsächlich dazu aussagt:

 

Hier ist die Wahrheit über das, was Chiropraktik bei Kopfschmerzen leisten kann — und was die Forschung dazu sagt:

Bronfort et al. (Journal of Manipulative and Physiological Therapeutics, 2001) fassten in einem systematischen Review zusammen: Spinalmanipulation zeigt bessere Ergebnisse als Massage bei zervikogenem Kopfschmerz und eine vergleichbare Wirksamkeit zu gängigen prophylaktischen Medikamenten bei Spannungs- und Migränekopfschmerzen. [Bronfort G, Assendelft WJ, Evans R, Haas M, Bouter L. Efficacy of spinal manipulation for chronic headache: a systematic review. J Manipulative Physiol Ther. 2001 Sep;24(7):457-66. PMID: 11562654.]

Tuchin, Pollard & Bonello (Journal of Manipulative and Physiological Therapeutics, 2000) zeigten in einem randomisierten kontrollierten Trial: Über 80 % der Migrä­nepatienten berichteten nach chiropraktischer Spinalmanipulation eine signifikante Verbesserung — in Häufigkeit, Intensität und Medikamentenbedarf. [Tuchin PJ, Pollard H, Bonello R. A randomized controlled trial of chiropractic spinal manipulative therapy for migraine. J Manipulative Physiol Ther. 2000 Feb;23(2):91-5. PMID: 10714533.]

Haas et al. (Spine Journal, 2018) demonstrierten einen klaren Dosis-Wirkungs-Zusammenhang für Spinalmanipulation bei zervikogenem Kopfschmerz: Mehr gezielte Behandlungen führten zu besseren Ergebnissen — ein Befund, der für eine strukturierte Behandlungsserie spricht, nicht für einmalige Intervention. [Haas M, Bronfort G, Evans R, Schulz C, Vavrek D, Takaki L, Hanson L, Leininger B, Neradilek MB. Dose-response and efficacy of spinal manipulation for care of cervicogenic headache: a dual-center randomized controlled trial. Spine J. 2018 Oct;18(10):1741-1754. doi: 10.1016/j.spinee.2018.02.019. Epub 2018 Feb 23. PMID: 29481979; PMCID: PMC6107442.]

 

Nambi et al. (PLOS ONE, 2024) verglichen zervikale Manipulation, thorakale Manipulation und konventionelle Physiotherapie bei zervikogenem Kopfschmerz: Zervikale Spinalmanipulation erzielte signifikant bessere Ergebnisse in Schmerzintensität, Häufigkeit und Lebensqualität. [Nambi G, Alghadier M, Eltayeb MM, Aldhafian OR, Saleh AK, Alsanousi N, Albarakati AJA, Omar MA, Ibrahim MNA, Attallah AA, Ismail MA, Elfeshawy M. Comparative effectiveness of cervical vs thoracic spinal-thrust manipulation for care of cervicogenic headache: A randomized controlled trial. PLoS One. 2024 Mar 29;19(3):e0300737. doi: 10.1371/journal.pone.0300737. PMID: 38551917; PMCID: PMC10980233.]

Unser Behandlungsansatz in drei Phasen:

Phase 1 — Auslöser identifizieren, akuten Schmerz reduzieren

Bevor wir behandeln, untersuchen wir. Das bedeutet eine vollständige Anamnese (Kopfschmerzmuster, Trigger, Medikamente, Vorgeschichte), eine klinisch-neurologische Untersuchung und eine Funktionsanalyse der HWS — Bewegungsausmaß, Gelenkmobilität, Muskelspannung, neurodynamische Tests. Wir wollen wissen, ob Ihr Kopfschmerz zervikalen Ursprungs ist, bevor wir etwas tun.

Wenn die Befunderhebung passt, beginnt die Behandlung mit gezielten Justierungen der oberen HWS — insbesondere des okzipitozervikalen Übergangs (C0/C1/C2) und der Segmente C2/C3. Diese sind bei zervikogenem Kopfschmerz typischerweise hypomobil oder blockiert.
 

Phase 2 — Muster unterbrechen, Beweglichkeit wiederherstellen

Die Chiropraktiker bei American Chiropractic Haus wenden gezielte Techniken an, um Bewegungsmuster in der oberen Halswirbelsäule zu normalisieren und Verspannungen in der subokzipitalen Muskulatur zu lösen. Zusätzlich zur Justierung nutzen wir:

  • Weichteiltherapie der Nacken- und Schultermuskulatur

  • Gezielte therapeutische Übungen zur Aktivierung der tiefen Halsflexoren — die Stabilisatoren, die bei Kopfschmerzpatienten häufig inhibiert sind

  • Haltungskorrektur und ergonomische Beratung für Bildschirmarbeitsplätze
     

Phase 3 — Prophylaxe aufbauen

Kopfschmerzreduktion ist das Ziel — aber Kopfschmerzfreiheit ist der Maßstab. In dieser Phase entwickeln wir mit Ihnen ein individuelles Programm aus Heimübungen, Triggermanagement und ggf. Lebensstilmodifikationen, das die Behandlungserfolge langfristig stabilisiert.

Bei nachfolgenden Terminen – und nachdem Ihre Reaktion auf die Behandlung analysiert wurde – ist es üblich, spezifische Ratschläge zur Lebensführung zu geben, die genau auf Ihre individuellen Bedürfnisse und Symptome abgestimmt sind. Dies kann beispielsweise die ergonomische Anpassung Ihres Arbeitsplatzes, die Empfehlung eines bestimmten Kissens oder einer Matratze zur Optimierung Ihrer Schlafposition oder auch eine Umstellung Ihrer Ernährung umfassen. Jeder Patient ist einzigartig; daher entsteht ein individueller Behandlungsplan stets in enger Zusammenarbeit zwischen Ihnen und Ihrem Chiropraktor.

Wann zum Chiropraktor bei Kopfschmerzen?

Kommen Sie zu uns, wenn:

  • Kopfschmerzen wiederholt auftreten — mehrmals pro Woche oder Monat

  • Die Schmerzen am Hinterkopf beginnen und in Schläfe oder Auge ziehen

  • Nackenschmerzen und Kopfschmerzen zusammen auftreten

  • Kopfschmerzen morgens nach dem Aufstehen beginnen

  • Bildschirmarbeit oder langes Autofahren Kopfschmerzen auslöst

  • Schmerzmittel nicht mehr ausreichend wirken oder Sie sie regelmäßig einnehmen

  • Sie eine bekannte Migräne haben und die Attackenfrequenz reduzieren möchten

  • Föhn-Wetterwechsel Ihre Kopfschmerzschwelle regelmäßig senkt

 

Wann zum Neurologen oder Arzt:

Bei den oben genannten Warnzeichen — schlagartig einsetzender starker Kopfschmerz, Fieber, Nackensteifigkeit, neurologische Ausfälle — ist der Arzt oder die Notaufnahme der erste Anlaufpunkt. Auch wenn Medikamente gegen Migräne nicht ausreichend wirken oder die Attackenfrequenz zunimmt, kann ein Neurologe sinnvoll sein. Wir arbeiten gerne im Team und verweisen, wenn es angebracht ist.

FAQ — Häufige Fragen zu Kopfschmerzen & Migräne

Was ist der Unterschied zwischen Kopfschmerzen und Migräne?

Kopfschmerzen sind ein Symptom — Migräne ist eine neurologische Erkrankung. Migräne verläuft in Phasen, dauert 4 bis 72 Stunden, ist typischerweise einseitig und pulsierend, und geht mit Übelkeit sowie Licht- und Lärmempfindlichkeit einher. Nicht jeder starke Kopfschmerz ist eine Migräne — und nicht jede Migräne fühlt sich gleich an. Die Differenzierung ist wichtig, weil sie die Behandlung beeinflusst.

Kann ein Chiropraktor bei Migräne helfen?

Ja, in vielen Fällen. Chiropraktische Spinalmanipulation zeigte in einem randomisierten kontrollierten Trial (Tuchin et al., 2000) bei über 80 % der Teilnehmer eine signifikante Verbesserung von Häufigkeit, Intensität und Medikamentenbedarf. Die beste Wirksamkeit besteht, wenn die Migräne eine zervikale Komponente hat — das heißt, wenn Nackenverspannung oder HWS-Dysfunktion als Trigger beteiligt sind. [Tuchin PJ, Pollard H, Bonello R. A randomized controlled trial of chiropractic spinal manipulative therapy for migraine. J Manipulative Physiol Ther. 2000 Feb;23(2):91-5. PMID: 10714533.]

Kopfschmerzen nach einer chiropraktischen Behandlung — ist das normal?

Das kann vorkommen, insbesondere nach der ersten Behandlung oder nach längerer Pause zwischen Terminen. Ähnlich wie nach einer Tiefengewebsmassage reagiert der Körper manchmal mit vorübergehender Muskelspannung oder einer Anpassungsreaktion. Trinken Sie nach der Behandlung viel Wasser — Dehydration verstärkt diesen Effekt. In der Regel klingt er innerhalb von 24 Stunden ab. Wenn der Kopfschmerz ungewöhnlich stark ist, länger anhält oder sich von Ihren bekannten Beschwerden unterscheidet, kontaktieren Sie uns oder Ihren Arzt.

Welcher Arzt ist für Kopfschmerzen zuständig?

Hausarzt und Neurologe sind die primären Anlaufstellen für Diagnostik, Medikation und Bildgebung bei Kopfschmerzen. Chiropraktoren behandeln die mechanische Komponente — insbesondere bei zervikogenem Kopfschmerz und Spannungskopfschmerz, ergänzend auch bei Migräne. Wir können direkt ohne Überweisung aufgesucht werden und verweisen gezielt weiter, wenn eine ärztliche Abklärung sinnvoll ist.

Warum habe ich bei Föhn Kopfschmerzen?

Föhn verändert Luftdruck, Luftfeuchtigkeit und elektrische Ladung der Luft. Das trigemino-vaskuläre System, das an der Entstehung von Migräne und Kopfschmerzen beteiligt ist, reagiert auf diese Umweltreize — insbesondere wenn es bereits sensibilisiert ist. Chiropraktik kann die Reizschwelle anheben, indem sie die biomechanische Funktion der HWS verbessert und die Grundspannung im System reduziert.
 

Was sind die Warnzeichen für gefährliche Kopfschmerzen?

Suchen Sie sofort einen Arzt auf bei: plötzlichem, extrem starkem Kopfschmerz wie ein „Donnerschlag", Kopfschmerzen mit Fieber und Nackensteifigkeit, Kopfschmerzen mit Sehverlust, Lähmung oder Sprachstörung, Kopfschmerzen nach Sturz oder Kopfverletzung sowie erstmals auftretenden starken Kopfschmerzen nach dem 50. Lebensjahr. Diese Muster können auf ernste Erkrankungen hinweisen und erfordern sofortige medizinische Abklärung.

Können Kopfschmerzen jeden Tag normal sein?

Tägliche Kopfschmerzen sind nicht normal — sie sind ein Zeichen, dass etwas behandelt werden sollte. Chronischer täglicher Kopfschmerz (mehr als 15 Tage pro Monat) kann durch Medikamentenübergebrauch, chronifizierte Spannungsmuster oder eine unbehandelte mechanische Ursache bedingt sein. Lassen Sie es abklären.

Finden Sie Ihren Spezialisten im Team:

Für Patienten, die erstmals eine chiropraktische Behandlung in Anspruch nehmen, ist Christin Maskus auf Beschwerden der Halswirbelsäule sowie auf mit Kopfschmerzen einhergehende Beschwerdebilder spezialisiert.

Haben Sie gerade Kopfweh? Wir helfen Ihnen — kurzfristig, ohne Überweisung, direkt in München-Bogenhausen.

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